Waschungen mit Lavendel für Kinder bei Fieber

Zur Zeit höre ich wieder von vielen Müttern, dass ihre Kinder an mehr oder weniger schweren Infekten erkrankt sind. Viele davon werden von Fieber begleitet.

Ich selbst bin kein großer Freund von Medikamenten, daher krame ich zu Beginn immer die alt bewährten Hausmittelchen hervor, solange es der Zustand meiner Kinder zuläßt!

Die beliebte Waschung hat meinen Kindern kürzlich auf jeden Fall mehr Wohlbefinden gebracht.

Dazu nehmt ihr einfach eine Schüssel mit Wasser. Die Temperatur sollte ungefähr 1-2°C unter der aktuellen Körpertemperatur sein (nicht kühler!). Dann gebt 1-2 Tropfen naturreines, ätherisches Lavendelöl auf ein wenig Meersalz (als Emulgator), vermischt es mit dem Wasser. Danach einen Waschlappen ordentlich mit dieser Lösung tränken und GUT ausdrücken!!

Rasch den Oberkörper und Unterkörper mit dem Waschlappen abwaschen. Das Kind darf danach nicht nass sein! Danach das Kind nicht abtrocknen, sondern sofort wieder unter die Bettdecke, sodass es nicht frieren kann. (Falls das Kind eine Ganzkörperwaschung verweigert – einfach Arme und Unterschenkel abwaschen, bzw. das, was das Kind zuläßt!)

Ich gebe meinen Kindern dann oft noch eine Kompresse auf die Stirn. Meine Mittlere verweigert zwar grundsätzlich gerne, aber das hat sogar sie sich “gefallen” lassen, da sie die unmittelbare Erleichterung spüren konnte :-) !

WICHTIG: Diese Waschung nur durchführen, wenn der Körper des Kindes heiß ist und das Kind nicht gerade fröstelt!

Weitere ätherische Öle, die ihr dafür verwenden könnt: Rose, Bergamotte, Pfefferminze (erst für Kinder ab 6 Jahren!!!), Eukalyptus (ebenfalls erst für große Kinder!), Zitrone………….. (mein Liebling bleibt aber das Lavendelöl……. :-) )

Ich verwende auch gerne das Rosenhydrolat, das ich statt dem ätherischen Lavendelöl ins Wasser gebe! Es ist duftmäßig sehr sanft und tröstend und vor allem auch schon für unsere Allerkleinsten geeignet!

Pflanzensteckbrief – Lavendel (Lavandula angustifolia)

ECKDATEN

  • Pflanzenfamilie: Laminaceae/Lippenblütler
  • Herkunft: Frankreich, Bulgarien, Tasmanien, ehemaliges Jugoslawien
  • Gewinnungsverfahren: Wasserdampfdestillation
  • Verwendeter Pflanzenteil: Blüten und Rispen

ALLGEMEINES

Lavendel ist aufgrund seines breiten Wirkungsspektrum eines der vielseitigsten ätherischen Öle und sollte daher in keiner Hausapotheke fehlen!

Lavendel gilt als Ausgleichsöl – bei Unruhe wirkt es beruhigend, bei Bedarf jedoch anregend!

Speziell bei Verbrennungen und Verbrühungen hat sich Lavendel einen Namen gemacht. Die erfolgreiche Behandlung mit ätherischem Lavendelöl bei einer Verbrennung hat 1935 zur Wiederentdeckung der Aromatherapie geführt.

Bekannt ist Lavendel auch für seine schlaffördernde, besänftigende und schmerzlindernde Eigenschaft und wird daher sehr gerne in Krankenhäusern eingesetzt.

Weiters ist es eines der ganz wenigen ätherischen Öle, welches man bedenkenlos auch pur/unverdünnt auf die Haut – selbst bei Babies – auftragen kann (aber bitte trotzdem mit Maß und Ziel!!).

Bei Insektenstichen (speziell Bienenstichen) wirkt es schmerzstillend und entzündungshemmend. Ein mehrmaliges Auftropfen von echtem, naturreinen Lavendeöl kann die Bildung von Schwellungen verhindern und nimmt das unangenehme Brennen.

Ätherisches Lavendelöl ist ein sehr preiswertes Öl und daher leicht erschwinglich.

WIRKUNG UND ANWENDUNGEN

Wirkung körperlich

  • Stark antiinfektiös/antiseptisch
  • Hautpflegend/-regenerierend
  • Schmerzlindernd
  • Entkrampfend
  • Entzündungshemmend
  • Antiallergisch
  • Unterstützt die Wundheilung

Wirkung psychisch

  • Entspannend
  • Beruhigend
  • Entkrampfend
  • Ausgleichend
  • Antidepressiv
  • Anwendungsgebiete
  • Nervosität und Anspannung
  • Angst, Schlafstörungen
  • Behandlung von Wunden
  • Verbrennungen
  • Sonnenbrand
  • Diverse Schmerzen
  • Juckreiz
  • Entzündungen
  • Asthma und asthmatische Bronchitis
  • Krämpfe (z.B. Wadenkrämpfe)
  • Hautpflege
  • Insektenabwehr

EIGENE ERFAHRUNGEN

Beim Duft vom Lavendel scheiden sich die Geister. Die einen lieben ihn, die anderen verbinden viel „Altes“ und Mottenkugeln damit.

Zu Beginn war es auch nicht gerade mein Lieblingsöl, doch als ich mich etwas näher damit auseinandergesetzt habe, habe ich mich wieder mit diesem Duft „angefreundet“.

In meiner Handtasche fehlt der Duft nie und gerade in meinem letzten Urlaub wäre mir mein Lavendelöl beinahe ausgegangen. Da war eine kleine Verbrennung bei meinen Kindern, dann mal eine kleine Wunde zu versorgen, bei mir ein Bienenstich und dann half auch noch ein beruhigender Tropfen Lavendel auf dem Schmusetier im Bett….

Durch seine Vielseitigkeit lohnt es sich, Lavendel in der Hausapotheke zu haben!

(Quelle: „Aromatherapie“ Dr. Wabner, Eliane Zimmermann)

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